AUDI Konfuzius-Institut Ingolstadt

Jubiläumsfeier · 16. Oktober 2026

10 Jahre


Zwei Kulturen, unzählige Begegnungen. Ein Rückblick auf das Fest zum zehnjährigen Bestehen.

两种文化,无数相遇

Freitag, 16.10.202614 bis 22 UhrTechnische Hochschule Ingolstadt

Nachbericht

Ein Fest der Begegnungen


十周年 · shí zhōunián · zehnjähriges Jubiläum

Von klassischer chinesischer Musik über Taichi und Robotik bis zu dreisprachigem Hip-Hop: Mit einem vielseitigen Festprogramm feierte das Audi Konfuzius-Institut Ingolstadt am 16. Oktober 2026 sein zehnjähriges Bestehen. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur kamen in der Technischen Hochschule Ingolstadt zusammen, um auf zehn Jahre deutsch‑chinesischen Austausch zurückzublicken und gemeinsam zu feiern.

Seit seiner Gründung im Jahr 2016 bringt das Institut Menschen aus Deutschland und China zusammen. Was mit dem gemeinsamen Engagement der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) und der South China University of Technology (SCUT) begann, ist in zehn Jahren zu einem vielseitigen Programm aus Sprachvermittlung, Kultur sowie wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kooperationen gewachsen.

Mehr als 2.500 Menschen haben inzwischen an den Chinesischkursen teilgenommen. Dazu kommen rund 230 Veranstaltungen und Reisen: Konzerte, Ausstellungen, Vorträge, Teezeremonien, Workshops zur Kalligrafie sowie Angebote zur Traditionellen Chinesischen Medizin, zu Taichi und Qigong.

Jing Chen auf der Bühne, hinter ihr die Begrüßung auf der Leinwand
Jing Chen, Geschäftsführerin des AKII, heißt die Gäste willkommen
Stapel des Magazins mit deutschem und chinesischem Titel
10 Jahre und 十周年: ein Heft, zwei Seiten

01 · Festakt · 14:00

Glückwünsche aus Deutschland und China


讲 jiǎng · sprechen

Wie wichtig Begegnungen gerade in einer sich verändernden Welt sind, betonten alle Rednerinnen und Redner des Festakts. Prof. Dr. Walter Schober, Präsident der THI, erinnerte an die Bedeutung des persönlichen Austauschs. Prof. Dr. Bo Wu, Vizepräsident der Partnerhochschule SCUT, blickte auf die Anfänge zurück: 2013 die ersten freundschaftlichen Kontakte, 2016 die Vertragsunterzeichnung, 2017 die Eröffnung. So entstand das weltweit erste Konfuzius‑Institut, das gemeinsam mit einem multinationalen Unternehmen aufgebaut wurde. „Sprache ist der beste Schlüssel, um ein Land kennenzulernen. Kultur ist die stabilste Brücke für die Verständigung zwischen den Menschen“, sagte Wu und schloss mit einem chinesischen Sprichwort: „Wer gleiche Ziele verfolgt, für den sind Berge und Meere kein Hindernis.“

Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Vorstand der IFG Ingolstadt, unterstrich, was das Institut für Ingolstadt als Standort für Wirtschaft und Wissenschaft bedeutet. Ming Deng, stellvertretender Generalkonsul der Volksrepublik China in München, überbrachte ein Grußwort. Begleitet wurde er von Qingwen Liu, Konsul für Bildungsangelegenheiten. Unter den Ehrengästen war außerdem Axel Römer, Gründungsmitglied des Instituts von der AUDI AG. Gekommen waren auch Gäste befreundeter Konfuzius‑Institute aus Deutschland und aus Lancaster sowie aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.

Prof. Dr. Peter Augsdörfer, Dr. Yueqi Wu, Jing ChenDirektor, Direktorin und Geschäftsführerin des Audi Konfuzius‑Institut Ingolstadt
Prof. Dr. Walter SchoberPräsident der Technischen Hochschule Ingolstadt
Prof. Dr. Bo WuVizepräsident der South China University of Technology
Prof. Dr. Georg RosenfeldVorstand der IFG Ingolstadt
Ming DengStellvertretender Generalkonsul der Volksrepublik China in München
Prof. Dr. Peter Augsdörfer, Dr. Yueqi Wu und Jing Chen begrüßen die Gäste am Rednerpult
Prof. Dr. Peter Augsdörfer, Dr. Yueqi Wu und Jing Chen begrüßen die Gäste
Prof. Dr. Bo Wu am Rednerpult
Prof. Dr. Bo Wu, Vizepräsident der SCUT
Ming Deng am Rednerpult
Ming Deng, stellvertretender Generalkonsul der Volksrepublik China in München
Ehrengäste aus Deutschland und China vor der Bühne
Ehrengäste aus Deutschland und China, von links: Qingnian Wang, Prof. Dr. Bo Wu, Prof. Dr. Walter Schober, Ming Deng, Prof. Dr. Peter Augsdörfer, Prof. Dr. Georg Rosenfeld, Qingwen Liu und Dr. Yueqi Wu

qiáo · die Brücke

„Für eine gute Brücke braucht man beides: eine stabile Konstruktion und Menschen, die sie benutzen.“

Prof. Dr. Peter Augsdörfer, Deutscher Direktor des AKII

02 · Ausstellung · 15:00

Ein Saal voller Ziegen

羊年绘画比赛 · 展览

Alle 58 Einsendungen zum Malwettbewerb zum Jahr der Ziege hingen im Großformat auf Staffeleien, gemalt von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. In der Kaffeepause gingen die Gäste von Bild zu Bild, gaben an der Wahlurne ihre Stimme ab und probierten chinesischen Tee. Bei der Auswahl der zwölf Bilder für den Wandkalender 2027 zählen die Stimmen der Gäste und das Urteil der Jury. Das Ergebnis geben wir nach dem Ende der Ausstellung am 30. Oktober bekannt.

Ausschnitt aus dem Bild Neugierde von Elisabeth Hetzer: weiße junge Ziege vor dunklem Grund
Elisabeth Hetzer 好奇心 Neugierde 2026, Öl auf Leinwand, 33 × 33 cm · Ausschnitt
Werke
58
Format
DIN A1 auf Staffeleien
Auswahl
Publikum und Jury, Ergebnis nach dem 30.10.
Reihe von Staffeleien mit den Bildern des Malwettbewerbs
Die Ausstellung im Saal · 16.10.2026
Veronika M. Dutz neben ihrem Bild Líng
Veronika M. Dutz vor ihrem Bild 灵 Líng
Rote Wahlurne mit der Aufschrift 投票箱
投票箱 · Die Wahlurne
Ausschank von chinesischem Tee
Tee in der Pause
Titel des Ausstellungskatalogs

Die Ausstellung

Alle Werke und der Katalog zum Blättern auf einer eigenen Seite.

Zur Ausstellung

03 · Auto-mobile · 15:30

Das erste Auto-mobile der Welt


动 dòng · bewegen

Wie weit der Austausch zwischen Europa und China zurückreicht, zeigten der Ingolstädter Historiker Dr. Dr. Gerd Treffer und Prof. Dr. Thomas Suchandt, Maschinenbauingenieur und Vizepräsident für Forschung und Transfer der THI. Im 17. Jahrhundert entwickelte der flämische Jesuit Ferdinand Verbiest, Chefastronom am Hof des chinesischen Kaisers, ein dampfbetriebenes Fahrzeug.

Auf Grundlage von Treffers Forschung bauten Suchandt, sein Kollege Prof. Wen‑Bin Shangguan von der SCUT und Studierende beider Hochschulen das Gefährt nach und bewiesen, dass es fahren konnte. Eines der fünf Modelle stand im Saal.

Unter Dampf: Probefahrt eines der Nachbauten an der Technischen Hochschule Ingolstadt
Prof. Dr. Thomas Suchandt stellt den Nachbau des Verbiest Fahrzeugs vor
Prof. Dr. Thomas Suchandt stellt den Nachbau vor
Gäste betrachten den Nachbau aus Edelstahlkessel und Holzrahmen
Der Nachbau aus Edelstahlkessel und Holzrahmen, nach Ferdinand Verbiest, 1678

04 · Erlebnisreise · 16:00

Erlebnisreise ins Reich der Mitte

体验中国 · tǐyàn Zhōngguó · China erleben


Die Studentinnen Tara Walter und Kishan Rebwar berichteten von ihrer Studienreise nach Südchina. Mit Fotos und persönlichen Eindrücken nahmen sie das Publikum mit in eine Region, in der jahrhundertealte Geschichte und modernes Großstadtleben unmittelbar aufeinandertreffen.

西安Xi’an
1.600 km · etwa sieben Stunden im Hochgeschwindigkeitszug
广州Guangzhou
13Tage
2Städte
20Teilnehmende
1.600km Zugfahrt
Tara Walter und Kishan Rebwar berichten auf der Bühne von der Erlebnisreise
Tara Walter und Kishan Rebwar berichten von der Reise
Figuren der Terrakotta-Armee in Xi’an

„krasser und hautnaher als auf Bildern“Leon Born

Die Terrakotta-Armee in Xi’an
Der beleuchtete Glockenturm in Xi’an bei Nacht
Der Glockenturm in Xi’an bei Nacht
Tara Walter am Rednerpult
Tara Walter beim Vortrag
Skyline von Guangzhou bei Nacht
Guangzhou bei Nacht
Streetfood Stand mit dampfenden Schalen
Streetfood unterwegs

Den ganzen Reisebericht „Zwischen Stadtmauer und Skyline“ gibt es im Magazin.

Zum Magazin

05 · Musik und Tanz · 16:30

Ein Ensemble aus Guangzhou


声 shēng · der Klang

Wie unterschiedlich die Ausdrucksformen chinesischer Kultur sein können, zeigten die Künstlerinnen und Künstler der Partnerhochschule SCUT. Traditionelle Musik auf Pipa und Erhu, klassischer Gesang und Tanz gaben Einblick in die musikalischen und tänzerischen Traditionen Chinas.

Pipaspielerin in weißem Kleid auf der Bühne
Jiaxin Liu, Pipa
Sänger mit Pipa und Erhu auf der Bühne
Gangyi Chen, Gesang, mit Jiaxin Liu und Lin Huang
Erhuspielerin in blau weißem Kleid
Lin Huang, Erhu
Tänzer in ockerfarbenem Gewand
Jian Gao, Tanz
Musikerinnen, Tänzer und Ehrengäste gemeinsam auf der Bühne
Das Ensemble mit den Ehrengästen
Hinterhalt von zehn Seiten十面埋伏 · Pipa-Solo
Vogelgesang in den stillen Bergen空山鸟语 · Erhu-Solo
Gedanken in der stillen Nacht静夜思 · Gesang, nach Li Bai
Pferderennen赛马 · Erhu und Pipa im Duett
Nach dem Herbst秋日后 · Klassischer Tanz
Die liebliche Rose可爱的一朵玫瑰花 · Kasachisches Volkslied

06 · Bühne frei · 17:00

Luca, der „Kollege der Zukunft“


模 mó · nachahmen, wie in 模仿 mófǎng

Dass kultureller Austausch und Technik zusammengehören, zeigte der Überraschungsgast des Tages. Luca, ein humanoider Roboter, den chinesische Wissenschaftler programmiert haben, wurde schnell zum Publikumsliebling. Im Gespräch mit Prof. Dr. Peter Augsdörfer, Direktor des AKII, hielt er einen Vortrag über östliche und westliche Denkweisen und interkulturelles Verständnis.

Danach bewies Luca Bewegungstalent: Er beobachtete den Tänzer Jian Gao und die Taichigruppe um Dr. Xinchi Yuan‑Chlosta und ahmte ihre Bewegungen nach. Technisch beeindruckend, auch wenn die Eleganz und Ausdruckskraft der menschlichen Vorbilder noch fehlten.

Der humanoide Roboter wird auf der Bühne vorgestellt
Prof. Dr. Peter Augsdörfer stellt Roboter Luca vor
Luca tanzt mit
Taichi Gruppe in roten und weißen Anzügen
Taichi mit der Gruppe um Dr. Xinchi Yuan‑Chlosta
Annabelle Fenzel im roten Qipao am Mikrofon
Annabelle Fenzel, 12, lernt seit zwei Jahren Chinesisch am AKII. Beim Wettbewerb „Chinese Bridge“ gewann sie im vergangenen Jahr den 3. Preis.

07 · Gastgeschenke

Wir bedanken uns für die Geschenke


礼 lǐ · das Geschenk

Zum Jubiläum haben uns Partner und Gäste beschenkt. Dafür sagen wir herzlich danke. Und auch wir haben etwas verschenkt: ein Stück Ingolstadt.

Prof. Dr. Peter Augsdörfer und Ming Deng halten die Bildrolle Qianli jiangshan tu
„Qianli jiangshan tu“ 千里江山图Ming Deng, stellvertretender Generalkonsul der Volksrepublik China in München, und Qingwen Liu, Konsul für Bildungsangelegenheiten, überreichten eine Bildrolle nach dem Landschaftsgemälde „Tausend Li Flüsse und Berge“, das Wang Ximeng 1113 malte. Es zählt zu den berühmtesten Gemälden Chinas und steht für die Weite der chinesischen Landschaft und die Harmonie zwischen Mensch und Natur.
Prof. Dr. Peter Augsdörfer und Prof. Dr. Bo Wu zeigen eine Kalligrafie mit dem Ausspruch 三人行必有我师
三人行必有我师 · sān rén xíng bì yǒu wǒ shīVon den Konfuzius‑Instituten an der Lancaster University und in Bari: eine Kalligrafie mit dem Ausspruch von Konfuzius „Unter drei Menschen, die zusammen gehen, ist gewiss einer, der mein Lehrer sein kann.“ Sie steht dafür, dass die drei Konfuzius‑Institute voneinander lernen und gemeinsam vorankommen. Mitgebracht hat sie Chao Yang, chinesischer Direktor des Konfuzius‑Instituts in Lancaster, auf der Bühne überreichte sie Prof. Dr. Bo Wu.
Prof. Dr. Peter Augsdörfer überreicht Prof. Dr. Bo Wu einen bemalten Bierkrug
Ein Bierkrug aus IngolstadtProf. Dr. Peter Augsdörfer überreichte Prof. Dr. Bo Wu einen Bierkrug, den eine Ingolstädter Künstlerin mit der Skyline der Stadt bemalt hat.

08 · Der Abend · 19:30

Rap, Pop und ein voller Saal


深圳 shēnzhèn · Shenzhen

Am Abend wurde es laut in der Neuen Aula. Mit SCOR 奥熙 und Munich Paramount standen zwei Acts auf der Bühne, die auf ganz unterschiedliche Weise mit chinesischer Sprache und Musik verbunden sind.

20:00

SCOR 奥熙

Der deutsche Rapper SCOR, mit bürgerlichem Namen Tim Oelrich, hat in China längst eine große Fangemeinde. Im Gespräch mit Prof. Dr. Peter Augsdörfer erzählte er von seinem ungewöhnlichen Lebensweg und seiner Begeisterung für die chinesische Sprache.

Dann rappte er auf Deutsch, Englisch und Mandarin, mit viel Humor und ganz nah am Publikum. Bei „Scorleone“ verließ er kurzerhand die Bühne und rappte mitten zwischen den Gästen. Die chinesischen Refrains übten alle gemeinsam, und bei einem kleinen Wettbewerb durften zwei Fans auf der Bühne zeigen, was sie können.

  1. Brain Pudding
  2. Scorleone
  3. Shenzhen Story
SCOR mit Mikrofon im blauen Licht
SCOR im roten Shirt mitten im Publikum
Selfie von SCOR mit Fans
SCOR schreibt ein Autogramm
SCOR mit zwei Mädchen in roten Kleidern

20:30 bis 22:00

Munich Paramount

Im Anschluss übernahm Munich Paramount die Bühne. Mit chinesischen und englischen Popklassikern und mitreißenden Rhythmen setzte die Band den musikalischen Schlusspunkt unter ein abwechslungsreiches Festprogramm.

  1. Hand in Hand
  2. Auf dem weißen Pferd
  3. Die Liebe, die nie abbricht
  4. 365 Tage, an denen ich dich vermisse
  5. Zärtlichkeit
  6. Der erste Tag
  7. Berge und Meer
  8. Dangerously
  9. Der gebogene Mond
  10. Glockenturm
  11. We Are the World
Sängerin von Munich Paramount im lila Licht
Die Band Munich Paramount auf der Bühne
Sängerin am Mikrofon
Volles Publikum im farbigen Licht

翻 fān · umblättern


Das Magazin zum Blättern

Zehn Jahre Begegnungen, Berichte und Einblicke. 117 Seiten mit Grußworten, Geschichten und der Chronik von 2016 bis 2026. Zum Umblättern einfach auf die Seitenränder klicken.


谢 xiè · danken

Danke!

Das Jubiläum war eine Gelegenheit, all jenen zu danken, die das Institut seit seiner Gründung begleiten. Unser besonderer Dank gilt den Partnerhochschulen THI und SCUT, der AUDI AG, der Stadt Ingolstadt und allen Partnern und Unterstützern, die unsere Arbeit möglich machen. Ebenso danken wir allen Künstlerinnen und Künstlern, Mitwirkenden und Gästen, die diesen Tag mitgestaltet und mit uns gefeiert haben.

Zehn Jahre Audi Konfuzius-Institut Ingolstadt stehen für viele persönliche Begegnungen, neue Freundschaften und gemeinsame Projekte. Wir freuen uns darauf, diese Geschichte fortzuschreiben.

Zehn Jahre. Zwei Kulturen. Unzählige Begegnungen.

Audi Konfuzius-Institut Ingolstadt奥迪英戈尔施塔特孔子学院
Ehrengäste, Institutsleitung und Mitwirkende gemeinsam auf der Bühne
Alle auf einem Bild: Ehrengäste, Institutsleitung und Mitwirkende zum Abschluss des Nachmittags.